Neubaustrecke Dresden-Prag Erzgebirgstunnel

Visualisierung des Portalbauwerks am Erzgebirgstunnel
Modellierung durch ILF, iC Consulenten, BUNG

Fachbereiche: Brückenbau, Tunnelbau und -betrieb, Verkehrsanlagen

Auftraggeber: DB InfraGO AG, Správa železnic

INGE: BUNG, ILF, iC consulenten, Valbek

Längster Eisenbahntunnel Deutschlands: Die Neubaustrecke (NBS) Dresden–Prag mit dem rund 30 km langen Erzgebirgstunnel ist eines der bedeutendsten grenzüberschreitenden Bahnprojekte Europas. Ziel ist die Verringerung der Reisezeit Dresden-Prag von bisher 2 bis 2,5 Stunden auf ca. 1 Stunde.

Projektbeschreibung

Mit der zweigleisigen, elektrifizierten Neubaustrecke entsteht ein zentraler Abschnitt des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V) im Rhein-Donauraum. Neben der deutlichen Reisezeitverkürzung werden bestehende Strecken im Elbtal entlastet und eine hochwassersichere Verbindung geschaffen.

Erzgebirgstunnel

Innerhalb einer internationalen Ingenieurgemeinschaft wurden für die Neubaustrecke komplexe Trassenvarianten untersucht und bewertet. Neben der Verkehrsanlagenplanung für Gleise, Oberbau und Entwässerung für die Teiltunnelvariante war die Planung des Tunnels Heidenau, mit einer Länge von ca. 2,2 km, in bergmännischer Bauweise, Teil der Leistung. Zusätzlich war die aus drei Teilbauwerken bestehende Talbrücke Seidewitz als semi-integrale Eisenbahnbrücke mit einer Gesamtlänge von rund 490 m Teil der Planungsleistung. Mit der abschließenden Entscheidung für die Volltunnelvariante entsteht eine durchgehend unterirdische Verbindung zwischen Heidenau und Chabařovice. Etwa 18 km des Erzgebirgstunnels befinden sich auf deutscher und rund 12 km auf tschechischer Seite. Damit wird der Erzgebirgstunnel nach seiner Fertigstellung der längste Eisenbahntunnel Deutschlands sein.

BIM-Gesamtkoordination

Die Planungen wurden mit Anwendung der BIM-Methodik durchgeführt. Dafür wurden 3D-Fachmodelle (u.a. erweitertes Grundlagenmodell und Planungsmodelle) für unterschiedliche Anwendungsfälle (AwF) erstellt. Die Anwendungsfälle waren ein modellgestützter Variantenvergleich sowie die Visualisierung der Varianten.

Die Ergebnisse dienten als Entscheidungsgrundlage im Rahmen der Planung und verdeutlichten die vielfältigen Planungsrandbedingungen.

Beteiligte Gesellschaften der BUNG Unternehmensgruppe

Erbrachte Leistungen

Planung

  • Objektplanung Ingenieurbauwerke Lph 1-2
  • Tragwerksplanung Lph 2
  • BIM AwF 010 & 040 gemäß Masterplan Bundesfernstraßen
  • Technische Ausrüstung Lph 1-2

Weitere Projekte im Fachbereich Brückenbau

Modellschnitt durch den Katzwangtunnel mit angrenzendem Gebäude

Katzwangtunnel

Projekt A 070 Raitersaich – Altheim Katzwangtunnel: Im Abschnitt A-Katzwang entstehen zwei parallel verlaufende, 2,2 km lange Kabeltunnel im Schildvortrieb. Das Projekt kombiniert anspruchsvolle Geotechnik mit innovativem Leitungsausbau und trägt zur unterirdischen Stromversorgung der Region bei.

Visualisierung des Autobahnkreuzes Duisburg aus der Vogelperspektive

A 59 - Duisburg

Der sechsstreifige Ausbau der A 59 zwischen dem Autobahnkreuz Duisburg und der Anschlussstelle Duisburg-Marxloh zählt zu den derzeit größten Straßenbauprojekten in Nordrhein-Westfalen. Der rund 6,7 km lange Abschnitt gehört mit Verkehrsbelastungen von bis zu 130.000 Fahrzeugen pro Tag zu den am stärksten frequentierten Autobahnabschnitten im Ruhrgebiet und verläuft durch dicht bebaute innerstädtische Räume.

Luftbild des Hamburger Stadtgebiets mit dem eingehausten Abschnitt der A 7

A 7 Hamburg-Altona und -Stellingen

Für den Abschnitt vom Autobahndreieck HH-Nordwest über Stellingen und Altona bis zum Elbtunnel wurde die Erweiterung der innerstädtischen A 7 einschließlich mehrerer Anschlussstellen geplant. Gegenstand der Planung waren die 6- bis 8-streifige Erweiterung der A 7, die Anpassung der Anschlussstellen und die Ertüchtigung mehrerer Knotenpunkte.

Alle Projekte im Fachbereich Brückenbau