Projekt A 070 Raitersaich – Altheim Katzwangtunnel: Im Abschnitt A-Katzwang entstehen zwei parallel verlaufende, 2,2 km lange Kabeltunnel im Schildvortrieb. Das Projekt kombiniert anspruchsvolle Geotechnik mit innovativem Leitungsausbau und trägt zur unterirdischen Stromversorgung der Region bei.
Projektbeschreibung
Sichere Unterquerung sensibler Bereiche für 380‑kV‑Höchstspannungskabel
Mit dem Katzwangtunnel (Abschnitt A-Katzwang, Teil der Juraleitung von Raitersaich nach Altheim) entsteht eine unterirdische Verbindung zur Durchführung von 380-kV-Drehstrom-Höchstspannungskabeln. Zwischen den Kabelübergangsanlagen Wolkersdorf und Katzwang werden zwei rund 2,2 km lange Tunnelröhren mit jeweils 3,60 m Innendurchmesser (~ 4,40 m außen) im Schildvortriebsverfahren mit Tübbingausbau hergestellt.
Die beiden Tunnelröhren dienen zur Aufnahme sowie Durchführung von je 6 Leiterkabeln mit je 3.200 mm² und einer Nennspannung von 380 kV sowie einer maximalen Stromtragfähigkeit von 4.000 Ampere.
Abschnitt A-Katzwang, Teil der Juraleitung von Raitersaich nach Altheim
Aufgrund der dichten Wohnbebauung sowie der Querung des Main-Donau-Kanals, einer Fernwasserleitung, der Rednitz und der Bahnstrecke Nürnberg-Roth, wird der Abschnitt A‑Katzwang in großen Teilen als grabenloser Tunnel ausgeführt und stellt innerhalb des Gesamtprojekts eine technisch alternativlose Lösung dar. Der Vortrieb der beiden Tunnelröhren erfolgt im Schildvortriebsverfahren mit Tübbingausbau.
Betriebsgebäude
An den beiden Tunnelportalen werden Betriebsgebäude errichtet. Von dort erfolgt die Kabelverlegung in offener Bauweise erdverlegt bis zur westlich gelegenen Kabelübergangsanlage in ca. 390 m Entfernung sowie bis zur östlichen Kabelübergangsanlage in ca. 660 m Entfernung.
Geologie
Die Vortriebe erfolgen innerhalb einer Wechsellagerung aus Sandstein mit Ton-/Schluffstein, die vereinzelt auch Breckzien und Konglomerate aufweist. Dieser Boden weist voraussichtlich Festgesteinscharakter auf. Im Bereich des Rednitztals werden zudem eine Lockergesteinsschicht in Form von quartären Sanden (Südröhre Firstbereich; Nordröhre bis etwa Tunnelachse) sowie eine Störungszone (Rednitztal-Verwerfung) durchfahren.
Forschung & Entwicklung
Ergänzend werden Aspekte der Nachhaltigkeit und der Tunnelthermie untersucht. Dabei werden potenzielle energetische Effekte der unterirdischen Infrastruktur analysiert.
Beteiligte Gesellschaften der BUNG Unternehmensgruppe
Längster Eisenbahntunnel Deutschlands: Die Neubaustrecke (NBS) Dresden–Prag mit dem rund 30 km langen Erzgebirgstunnel ist eines der bedeutendsten grenzüberschreitenden Bahnprojekte Europas. Ziel ist die Verringerung der Reisezeit Dresden-Prag von bisher 2 bis 2,5 Stunden auf ca. 1 Stunde.
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