Ersatzneubau Brückenbauwerke Los 1,2,3: Im Rahmen einer landesweiten Sammelausschreibung plant das Land Baden-Württemberg (BW) den Ersatzneubau von insgesamt 31 sanierungsbedürftigen Brücken im Bundesstraßennetz. Ziel des innovativen Vergabeverfahrens ist es, mehrere Infrastrukturprojekte gebündelt zu planen und so Planungsprozesse zu beschleunigen.
Projektbeschreibung
Innovatives Vergabeverfahren für komplexe Infrastruktur
Erstmals wurde in Baden-Württemberg eine Sammelausschreibung im wettbewerblichen Dialog eingesetzt, um den Ersatz mehrerer Brückenbauwerke gemeinsam zu planen. Durch die Bündelung der Projekte können Planungsprozesse effizienter organisiert und vorhandene Ressourcen gezielt eingesetzt werden.
Insgesamt umfasst das Programm Brücken mit einer Gesamtlänge von rund 3,8 Kilometern, die sich hinsichtlich Bauweise, Spannweiten und Randbedingungen deutlich unterscheiden.
Projektübergreifende Steuerung und Organisation
Zur Steuerung des Programms Brücken Baden-Württemberg verantwortet BUNG ein durchgängiges, projektübergreifendes digitales Projekt‑ und Datenmanagement. Zentrales Element ist eine von uns aufgesetzte und betriebene Common Data Environment (CDE), über die Modelle, Dokumente, Termine und Kosten aller Bauwerke einheitlich koordiniert werden.
Darauf aufbauend etablieren wir BIM‑gestützte Steuerungs‑ und Controllingprozesse, die eine konsistente Bearbeitung und Vergleichbarkeit aller Projekte ermöglichen. Ergänzend setzen wir projektübergreifende Dashboards ein, um Planungsstände, Risiken, Termine und Kosten der einzelnen Brücken transparent darzustellen, Abweichungen frühzeitig zu erkennen und fundierte Steuerungsentscheidungen über das gesamte Programm hinweg zu treffen. BIM dient dabei nicht nur als Planungsmethode, sondern als zentrales Werkzeug der Projektsteuerung.
Fokus Nachhaltigkeit
Ein wesentlicher Bestandteil der Projektsteuerung ist die Nachhaltigkeitsberatung, insbesondere mit Blick auf die frühzeitige Reduktion des Global Warming Potential (GWP). Über die CDE werden dabei sowohl materialbedingte Emissionen als auch Emissionen aus Umleitungsverkehren erfasst und in Dashboards transparent aufbereitet. Diese Informationen stehen dem Auftraggeber frühzeitig zur Verfügung und fließen unmittelbar in die Entscheidungsprozesse ein.
Aichtalbrücke (B 312)
Der Ersatzneubau der Aichtalbrücke erfolgt unter begrenzter Konstruktionshöhe, gekrümmter Trassierung (R = 400 m) und Erdbebeneinwirkung. Das Bestandsbauwerk wies erhebliche Defizite in der Querkraft‑ und Torsionstragfähigkeit auf, sodass ein Ersatzneubau zwingend erforderlich war. Die neue Verbundbrücke wird innerhalb einer sehr kurzen Bauzeit von unter 14 Monaten realisiert.
Zuffenhausen (B 10 über B 27 und DB‑Anlagen)
In Zuffenhausen werden zwei Brückenbauwerke im hochbelasteten innerstädtischen Raum ersetzt. Besondere Herausforderungen ergeben sich aus der Kreuzung von acht DB‑Gleisen, wechselnden Trassierungsradien (bis R = 200 m) der begrenzten Bauhöhe sowie der komplexen Baulogistik. Der Ersatzneubau erfolgt als Verbundbrücken mit Taktschiebe‑ und Kranmontage unter laufendem Verkehr.
Weiterführende Informationen
Weitere Informationen zur landesweiten Sammelausschreibung finden Sie auf der Website des Landes Baden-Württemberg.
Längster Eisenbahntunnel Deutschlands: Die Neubaustrecke (NBS) Dresden–Prag mit dem rund 30 km langen Erzgebirgstunnel ist eines der bedeutendsten grenzüberschreitenden Bahnprojekte Europas. Ziel ist die Verringerung der Reisezeit Dresden-Prag von bisher 2 bis 2,5 Stunden auf ca. 1 Stunde.
Der sechsstreifige Ausbau der A 59 zwischen dem Autobahnkreuz Duisburg und der Anschlussstelle Duisburg-Marxloh zählt zu den derzeit größten Straßenbauprojekten in Nordrhein-Westfalen. Der rund 6,7 km lange Abschnitt gehört mit Verkehrsbelastungen von bis zu 130.000 Fahrzeugen pro Tag zu den am stärksten frequentierten Autobahnabschnitten im Ruhrgebiet und verläuft durch dicht bebaute innerstädtische Räume.
Für den Abschnitt vom Autobahndreieck HH-Nordwest über Stellingen und Altona bis zum Elbtunnel wurde die Erweiterung der innerstädtischen A 7 einschließlich mehrerer Anschlussstellen geplant. Gegenstand der Planung waren die 6- bis 8-streifige Erweiterung der A 7, die Anpassung der Anschlussstellen und die Ertüchtigung mehrerer Knotenpunkte.
Mit Ihrer Zustimmung verwenden wir Google Analytics, um zu verstehen, welche Inhalte
genutzt werden und wie Besucher zu uns finden. Dabei werden Cookies gesetzt und
Nutzungsdaten an Google übermittelt. Sie können die Website auch ohne diese Statistik nutzen.
Ihre Auswahl speichern wir für 180 Tage in diesem Browser. Sie können sie jederzeit
über „Datenschutzeinstellungen“ im Seitenfuß ändern und Ihre Zustimmung widerrufen.
Weitere Informationen zum Datenschutz