EnLAG 14, Erdkabel-Pilotprojekt, Rheinquerung Voerde

Übersichtskarte des Trassenverlaufs der Rheinquerung Voerde mit den geplanten Erdkabelabschnitten
© Amprion GmbH

Fachbereich: Tunnelbau und -betrieb

Auftraggeber: Amprion GmbH

Im Rahmen des Erdkabel-Pilotprojekts EnLAG 14 wird ein Teilabschnitt der 380-kV-Leitung Niederrhein/Wesel – Osterath unterirdisch verlegt. Die besondere Herausforderung: die Rheinquerung, die als begehbarer Kabeltunnel im Rohrvortriebs- und Mikrotunnelverfahren realisiert wird.

Projektbeschreibung

Die Rheinquerung ist ein im EnLAG 14 als Erdkabelpilot-Projekt verankerter Teilabschnitt der neuen 380-kV-Höchstspannungsleitung Niederrhein/Wesel - Osterath.

Zwischen Friedrichsfeld und Budberg wird die Trasse über rund 10 km unterirdisch verlegt. Davon soll ein Teilabschnitt unterhalb der Betuwe-Linie im Mikrotunnelbauverfahren sowie zwei Teilabschnitte im Rohrvortriebsverfahren (Momm-Niederung und Rheinquerung) als begehbare Kabeltunnel ausgeführt werden. Der Rohrvortrieb soll jeweils mit einem Innendurchmesser von 3,20 m und einer Überdeckung zwischen ca. 8,0 m und ca. 25,0 m erfolgen. Die Querung des Rheins zwischen Voerde und Rheinberg stellt aufgrund der Unterfahrung diverser Hochwasserschutzeinrichtungen sowie eines ehemaligen Kiesabbaugebietes eine besondere Herausforderung dar. Auf beiden Abschnitten sind jeweils zwei Schachtbauwerke geplant, die im Bauzustand als Start- bzw. Zielbaugruben dienen. Im Betriebszustand fungieren sie als Übergangsbauwerke zwischen offener und geschlossener Bauweise.

Der örtliche Baugrund kann in den oberflächennahen Bereichen dem Quartär zugeordnet werden, das aus Sanden und Kiesen in Wechsellagerung besteht und von einer bindigen Deckschicht überlagert wird. Gleichzeitig wird das Quartär von tertiären Schichten unterlagert, die aus schwach durchlässigen Feinsanden und schluffig-tonigen Bodenschichten bestehen. Im Bereich der Momm-Niederung findet der Vortrieb voraussichtlich im Quartär statt, während der Kabeltunnel der Rheinquerung aus Hochwasserschutzgründen größtenteils im Tertiär aufgefahren werden soll.

Anmerkung: Die Bearbeitung der Lph. 1-3 erfolgte maßgeblich und personenidentisch durch PEB-Mitarbeiter/innen in damaliger Anstellung bei einem anderen Ingenieurbüro. 

Beteiligte Gesellschaften der BUNG Unternehmensgruppe

Erbrachte Leistungen

Beratung

  • Geotechnische Beratung

Planung

  • Objektplanung Ingenieurbauwerke Lph 1-7
  • Tragwerksplanung Lph 1-4

Überwachung

  • Örtliche Bauüberwachung

Weitere Projekte im Fachbereich Tunnelbau und -betrieb

Visualisierung des Portalbauwerks am Erzgebirgstunnel
Modellierung durch ILF, iC Consulenten, BUNG

Neubaustrecke Dresden-Prag Erzgebirgstunnel

Längster Eisenbahntunnel Deutschlands: Die Neubaustrecke (NBS) Dresden–Prag mit dem rund 30 km langen Erzgebirgstunnel ist eines der bedeutendsten grenzüberschreitenden Bahnprojekte Europas. Ziel ist die Verringerung der Reisezeit Dresden-Prag von bisher 2 bis 2,5 Stunden auf ca. 1 Stunde.

Modellschnitt durch den Katzwangtunnel mit angrenzendem Gebäude

Katzwangtunnel

Projekt A 070 Raitersaich – Altheim Katzwangtunnel: Im Abschnitt A-Katzwang entstehen zwei parallel verlaufende, 2,2 km lange Kabeltunnel im Schildvortrieb. Das Projekt kombiniert anspruchsvolle Geotechnik mit innovativem Leitungsausbau und trägt zur unterirdischen Stromversorgung der Region bei.

Visualisierung des Autobahnkreuzes Duisburg aus der Vogelperspektive

A 59 - Duisburg

Der sechsstreifige Ausbau der A 59 zwischen dem Autobahnkreuz Duisburg und der Anschlussstelle Duisburg-Marxloh zählt zu den derzeit größten Straßenbauprojekten in Nordrhein-Westfalen. Der rund 6,7 km lange Abschnitt gehört mit Verkehrsbelastungen von bis zu 130.000 Fahrzeugen pro Tag zu den am stärksten frequentierten Autobahnabschnitten im Ruhrgebiet und verläuft durch dicht bebaute innerstädtische Räume.

Alle Projekte im Fachbereich Tunnelbau und -betrieb