Sanierung heiCOMACS - Universität Heidelberg

Visualisierung des sanierten Institutsgebäudes der Universität Heidelberg
© Gerber Architekten GmbH

Auftraggeber: Vermögen und Bau Baden-Württemberg

Durch die umfassende Sanierung und Umnutzung eines Bestandsgebäudes werden moderne Labor-, Forschungs- und Arbeitsflächen geschaffen, die innovative Forschung und einen besonders energieeffizienten Gebäudebetrieb vereinen.

Projektbeschreibung

Nach dem Umzug der Fakultät für Mathematik und Informatik in das Mathematikon wird das Gebäude INF 294 saniert und zum Forschungsbau heiCOMACS umgenutzt.

Das heiCOMACS zielt darauf ab, eine weltweit einzigartige Forschungseinrichtung zu errichten und zu betreiben, im Rahmen welcher Grundlagenforschung an der Schnittstelle zwischen den Schwerpunkten der Hardware, der Algorithmik, des Software-Engineerings und der Exploration und Visualisierung von Daten betrieben wird.

Der Forschungsbau stellt eine entscheidende Grundvoraussetzung für dieses wissenschaftliche Vorhaben dar. Hierzu werden neben Flächen für eine rein theoretische Arbeitsweise (Büroflächen), insbesondere auch Flächen für die experimentelle Forschung (Spezialräume) benötigt, die bislang in Heidelberg nicht verfügbar sind.

Das Gebäude INF 294 stellt im Grundriss ein rechteckiges Gebäude mit Abmessungen von ca. 30,50 m x 37,70 m und einem zentralen Innenhof mit Abmessungen von ca. 13,90 m x 6,00 m dar.

Das Gebäude ist stark sanierungsbedürftig. Dies betrifft neben der technischen und konstruktiven Ertüchtigung des Bestandes, insbesondere den Ausbau von Gebäudeschadstoffen sowie die Brandschutzertüchtigung.

Dank eines innovativen Wärme- und Kältemanagements kann das heiCOMACS künftig besonders energieeffizient und klimafreundlich betrieben werden. Es wird mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet und profitiert von der umweltfreundlichen Energieversorgung auf dem Campus im Neuenheimer Feld, die auf dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung basiert.

Dabei wird unter anderem die Abwärme der auf dem Gelände des Heizkraftwerkes betriebenen Gasturbine in Kombination mit zwei Absorptionskältemaschinen genutzt, um den Campus mit lokal erzeugter Nahwärme und -kälte zu beliefern. Ein zusätzlicher Kältespeicher stellt sicher, dass der Kältebedarf campusweit auch zu Spitzenzeiten gedeckt werden kann.

Die Bausubstanz wurde weitestgehend erhalten und lokal verstärkt instandgesetzt.

Beteiligte Gesellschaften der BUNG Unternehmensgruppe

Erbrachte Leistungen

Planung

  • Tragwerksplanung Lph 1-6, 8