Umbau Autobahnkreuz A 5 / A 6 Walldorf

Auftraggeber: 2014 - 2020: Regierungspräsidium Karlsruhe - ab 2021: Autobahn GmbH des Bundes
Das Autobahnkreuz Walldorf verbindet die Bundesautobahnen A 5 und A 6. Die heutigen Trassenführungen beider Autobahnen sind das Ergebnis mehrerer Ausbauphasen, die überwiegend zwischen den 1930er‑ und 1970er‑Jahren realisiert wurden.
Projektbeschreibung
Planungshistorie
Die Bundesautobahn (BAB) A 5 gehört zu einer der ersten Autobahnen in Deutschland. Spatenstich des ersten Teilabschnittes zwischen Frankfurt und Darmstadt erfolgte 1933. Der zwischen Darmstadt und Mannheim liegende Streckenabschnitt trägt heute die Bezeichnung A 67 und A 6, die A 5 verläuft über die östlich liegende Trasse, die in den 1960er Jahren entstand. Mit dem Bau der „Bergstraßenautobahn“ Darmstadt – Heidelberg entstand 1968 im Bereich zwischen diesen Städten eine zweite und direktere Verbindung, die im Jahr 1975 die Bezeichnung A 5 übernahm. Im Zuge dieser Baumaßnahme entstand auch der Abschnitt der A 6 vom Autobahnkreuz Mannheim zum Autobahnkreuz Walldorf. In dieser Zeit war Wilhelm Bung an der Planung des Autobahnkreuzes beteiligt, das entsprechend den damaligen verkehrlichen Anforderungen in der Grundform eines Kleeblattes geplant und ausgeführt wurde.
Heute ist die A 5 vom Autobahnkreuz Darmstadt (A 5/ A 67) bis zum Autobahnkreuz Walldorf (A 5/A 6) 4-streifig, südlich des AK Walldorf bis zur Anschlussstelle Offenburg bereits 6-streifig ausgebaut.
Ein schönes Beispiel für Ingenieurkompetenz über Generationen hinweg.
Heutiger Zustand
Die A 5 ist Teil einer der wichtigsten durchgehenden Nord-Süd-Autobahnverbindungen Europas, die von Nordeuropa (Oslo und Stockholm) bis nach Sizilien bzw. Spanien verläuft. In Deutschland führt sie von Hattenbach in Hessen bis zur Schweizer Grenze bei Basel.
Durch die Verknüpfungen mit den Ost-West-Autobahnen (A 3, A 6, A 8) dient sie auch zur Verteilung der Verkehre auf die Ost-West-Achsen.
Planung
Der vorliegende Planungsabschnitt umfasst den sechsstreifigen Ausbau der Bundesautobahn (BAB) A 5 Karlsruhe – Heidelberg, beginnend ca. 1,5 km südlich des Autobahnkreuzes (AK) Walldorf und endend ca. 2,3 km nördlich der Anschlussstelle Walldorf. Zentraler Bestandteil der Planung ist der Aus-/Umbau des Walldorfer Kreuzes. In diesem Zuge wird auch die A 6 im Bereich des AK Walldorf von ca. 1,5 km westlich des Kreuzes bis ca. 1,1 km östlich des Kreuzes angepasst. Gleichzeitig wird im gesamten Abschnitt die Entwässerung neugestaltet.
Das AK Walldorf ist im Bestand in der Grundform eines Kleeblattes ausgebildet. Bedingt durch die hohen Eckverkehre Heilbronn – Mannheim und Mannheim – Karlsruhe, sowie deren Gegenrichtungen, sind die vorhandenen Verflechtungsbereiche nicht mehr leistungsfähig. Durch die daraus sich ergebenden Rückstaus auf die Hauptfahrbahnen der A 5 und der A 6 ergeben sich infolgedessen gefährliche Verkehrssituationen mit erhöhten Unfallzahlen. Die Planung sieht eine Auflösung des Kleeblattes in eine abgewandelte Windmühle mit zwei Halbdirektrampen vor. Das AK Walldorf wird dadurch der steigenden Verkehrsnachfrage gerecht und verbessert ebenfalls die Verkehrssicherheit.
Erbrachte Leistungen
Planung
- Objektplanung Ingenieurbauwerke Lph 1-4
- Objektplanung Verkehrsanlagen Lph 1-4
- Prozesssimulation / Bauablaufplanung