Tunnel Kriegsstraße – Karlsruhe

Auftraggeber: KASIG Karlsruher Schieneninfrastruktur- GmbH
Planungsgemeinschaft: BUNG Ingenieure AG, DB Engineering & Consulting
Kombi-Lösung Karlsruhe im Zuge der B 10. Der Tunnel Kriegsstraße im Richtungsverkehr schafft eine unterirdische Entlastung der Hauptverkehrsachse Kriegsstraße. Das Projekt umfasst den Neubau in offener Bauweise, Rampen und Trogstrecken sowie die Integration der Straßenbahnlinien über Hilfsbrücken.
Projektbeschreibung
Die Kombi-Lösung Karlsruhe besteht aus den Teilprojekten
- Straßenbahntunnel Kaiserstraße mit Südabzweig Ettlinger Straße
- Straßenbahn in der Kriegsstraße mit Straßentunnel
Der Tunnel Kriegsstraße kommt im Straßenraum der Kriegsstraße zu liegen, die heute eine der wesentlichen Hauptverkehrsstraßen in Karlsruhe darstellt. Der geplante, im Richtungsverkehr betriebene, Straßentunnel beginnt im Westen westlich des Knotens Karlstraße und endet im Osten hinter dem Knotenpunkt Ludwig-Erhard-Allee/ Kapellenstraße.
Der ca. 1.400 m lange Tunnel wurde in offener Bauweise als 2- bis 4-zelliger Stahlbetonrechteckrahmen hergestellt. Im Bereich des Karlstors und Ettlinger Tors waren Zu- und Abfahrtsrampen vorgesehen. Zusätzlich wurde die Tiefgarage des Ettlinger-Tor Centers vom Tunnel aus angeschlossen. Im Osten schließt eine 80 m lange Trogstrecke an. Im Westen wurde der Tunnel an die vorhandene Unterführungsrampe angeschlossen.
Der Tunnel war in den Kiesen und Kiessandgemischen des Rheingrabens herzustellen. Das Grundwasser stand bis ca. 3 m unter Gelände an. Aufgrund der hydrogeologischen Verhältnisse wurde der Tunnel in einer wasserdichten Baugrube hergestellt, die mit überschnittenen Bohrpfahlwänden und Schlitzwänden errichtet wurde. Die Sohlabdichtung erfolgte mit einer Weichgelsohle. Zur Aufrechterhaltung der oberirdischen Verkehrsbeziehungen wurde der Tunnel in 9 Abschnitten (Baudocks) hergestellt. Die bestehenden Straßenunterführungen Ettlinger Tor und Karlstor wurden im Zuge der Aushubarbeiten abgebrochen. Die Straßenbahnlinien wurden im Bauzustand mit Hilfsbrücken am Karlstor und Mendelssohnplatz über die Baugrube geführt. Weitere Hilfsbrücken waren zur Aufrechterhaltung des Straßenverkehrs und der Fußgängerbeziehungen erforderlich.
Im Fachbereich Technische Ausrüstung lag der Schwerpunkt auf der Auslegung und Integration der Tunnelbetriebs- und Sicherheitstechnik eines innerstädtischen Straßentunnels. Zu planen waren alle sicherheits-, energie- und betriebsrelevanten Anlagen in einem hochfrequentierten urbanen Umfeld. Im Fokus standen die abgestimmte Auslegung von Lüftung, Energieversorgung, Beleuchtung sowie die Kommunikations- und Sicherheitseinrichtungen und deren Zusammenführung zu einem konsistenten Betriebs- und Gesamtsicherheitskonzept.
Ergänzend wurden unter anderem ein Tunnellüftungsgutachten, ein erweitertes Immissionsgutachten sowie Alarm- und Gefahrenabwehrpläne erarbeitet. Diese bildeten gemeinsam mit dem Gesamtsicherheitskonzept wesentliche Grundlagen für den sicheren Betrieb des Tunnels.
Erbrachte Leistungen
Beratung
- Erstellung von Sicherheitsgutachten und -dokumentation
- Gutachten
- Öffentlichkeitsarbeit
- Sicherheits- und Betriebskonzepte
- Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator
Planung
- Objektplanung Ingenieurbauwerke Lph 2-8
- Objektplanung Verkehrsanlagen Lph 2-8
- Tragwerksplanung Lph 2-6
- Technische Ausrüstung Lph 1-8
- Nachrechnungen
- Emissions- und Immissionsberechnungen
- Erstellen von Bestandsplänen
- Öffentlichkeitsarbeit
- Prozesssimulation / Bauablaufplanung
- Stoffstromanalysen
- Technische Ausrüstung Lph 1-8
- Verkehrskonzepte während der Bauzeit
- Tunnelsperranlagen
Überwachung
- Bauoberleitung
- Örtliche Bauüberwachung
- Abfallmanagement
- Geologische und hydrologische Bauüberwachung
- Kontrollvermessung
- Kostenkontrolle
- Öffentlichkeitsarbeit
- Prüfen von Nachträgen
- Prüfung von Ausführungsunterlagen





