Mobilitätsdrehscheibe Augsburg Hauptbahnhof

Neue Bahnsteigebene der Mobilitätsdrehscheibe Augsburg mit Gleisen im Rohbau

Auftraggeber: Stadtwerke Augsburg Holding GmbH

INGE: BUNG Baumanagement GmbH, BPB Büro für Planung und Bauüberwachung im Verkehrswesen GmbH

Mit der Mobilitätsdrehscheibe Augsburg entsteht unter dem Hauptbahnhof ein rund 405 m langer Straßenbahntunnel mit zweigeschossigem Stationsbauwerk. Die unterirdische Haltestelle verknüpft Straßenbahn und Schienenverkehr und ermöglicht barrierefreie, leistungsfähige Umsteigebeziehungen im zentralen Bahnhofsbereich.

Projektbeschreibung

Das Projekt Mobilitätsdrehscheibe Augsburg (MDA) Hauptbahnhof sieht eine Unterquerung des Augsburger Hauptbahnhofs mit einem ca. 405 m langen Straßenbahntunnel vor.

Das ca. 115 m lange und zweigeschossige Stationsbauwerk im Personenbahnhof Augsburg besteht aus einer unterirdischen Straßenbahnhaltestelle (Ebene -2), einer Verteilerebene (Ebene -1) und der DB Bahnsteigebene (Ebene 0).

Die Verteilerebene ermöglicht das Ein-, Aus- und Umsteigen der Fahrgäste innerhalb und zwischen den Verkehrsträgern Straßenbahn und SPNV/ SPFV, sowie dem Zu- und Abgang zur Verkehrsstation durch die südliche Empfangshalle des Empfangsgebäudes und weiter auf den Bahnhofsvorplatz in östlicher Richtung bzw. über einen Fußweg im Tunnel West in westlicher Richtung.

Bauteil 4b: Stationsbauwerk Hauptbahnhof und Unterfahrung EG

Das Stationsbauwerk Hauptbahnhof wird ca. 94 m lang sein und eine lichte Weite von 18,3 m aufweisen. Die Gradiente der in Ost-West-Richtung verlaufenden Straßenbahn verläuft ca. 11,8 m unter den Schienenoberkanten der in Süd-Nord-Richtung verlaufenden Gleise der DB Netz AG.

Die Verteilerebene ist als Ersatz für die derzeit bestehende Bahnsteigunterführung Mitte mit barrierefreien Zugängen zum östlichen Empfangsgebäude und den Bahnsteigen A bis E der DB Station & Service vorgesehen. Im Anschluss an das östliche Abzweigbauwerk wird das bestehende, denkmalgeschützte Empfangsgebäude des Hbf Augsburg auf ca. 20 m Länge unterfahren. Hierfür sind Injektions- und Abfangungsmaßnahmen erforderlich.

Der Eingriffsbereich infolge der Herstellung des Stationsbauwerks in die Bahnsteige beträgt am Bahnsteig A ca. 71 m und an den Bahnsteigen B bis E jeweils rd. 92 m. Die übrigen Bereiche der Bahnsteige bleiben unverändert. Die betroffenen Bahnsteigbereiche A bis E werden einschließlich aller Ausstattungselemente im Rahmen der Herstellung des Stationsbauwerks bauzeitlich rückgebaut. Nach Fertigstellung jedes Segments des Stationsbauwerks wird der betroffene Bahnsteig einschließlich der Ausstattung regelwerkskonform wieder hergestellt. Die Bahnsteige erhalten im Eingriffsbereich u.a. ein taktiles Leitsystem. Um den Tageslichteinfall in die Verteilerebene zu erhöhen, sind zusätzlich zu den Treppenaufgängen weitere Lichtöffnungen mittig in der Bahnsteigebene vorgesehen.

Beteiligte Gesellschaften der BUNG Unternehmensgruppe

Erbrachte Leistungen

Überwachung

  • Örtliche Bauüberwachung