Bundesgerichtshof Karlsruhe

Der Neubau des Bundesgerichtshofs Karlsruhe mit heller Steinfassade
© bild_raum

Auftraggeber: Staatliches Hochbauamt Baden-Baden

Für die Erweiterung des Bundesgerichtshofes wurde ein komplexes Stahlbeton-Skeletttragwerk mit anspruchsvoller Baugrubensicherung im dichten Innenstadtgebiet realisiert.

Projektbeschreibung

Neubau zur Erweiterung des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe

Der Neubau wurde gegenüber dem historischen Palais Gebäude angeordnet und besteht aus einem viergeschossigen Gebäudekomplex mit einer Bruttogeschossfläche von 12.640m² und einem Bruttorauminhalt von 52.300m³.

In dem Gebäude ist neben Büro- und Verhandlungsräumen, auch die Bibliothek des Bundesgerichtshofes mit dem großen Magazinbereich untergebracht. Das Tragwerk ist als Stahlbeton-Skelettkonstruktion konzipiert. Die Decken sind als Flachdecken ausgebildet, die ihre Lasten über die Innenstützen und Außenwände auf die elastisch gebettete Bodenplatte abtragen.

Während die Bodenplatte fugenlos hergestellt wurde, ist das aufgehende Bauwerk durch zwei Raumfugen in drei Abschnitte unterteilt. Die einzelnen Abschnitte sind über die Erschließungskerne in Verbindung mit den Außenwänden ausgesteift. Die Stahlbeton-Außenwände wurden als Lochfassaden mit vorgehängter Natursteinverkleidung ausgeführt. Die Rundstützen in der Bibliothek wurden überwiegend als Schleuderbetonstützen hergestellt und als Fertigteil über drei Geschosse durchgängig montiert. Die Standsicherheit des Tragwerks infolge Erdbebenbeanspruchung wurde nachgewiesen.

Aufgrund der unmittelbaren Nachbar-Bebauung musste das Nachbargebäude während der Baumaßnahme durch zusätzliche Maßnahmen an der Giebelwand gesichert werden. Es erfolgte zusätzlich eine Unterfangung des Gebäudes mittels Hochdruck-Injektionen (HDI).

Beteiligte Gesellschaften der BUNG Unternehmensgruppe

Erbrachte Leistungen

Planung

  • Tragwerksplanung Lph 2-6