B 3 Südschnellweg – Hannover

Luftbild des Südschnellwegs entlang der Wohnbebauung während der Bauzeit

Auftraggeber: Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr

INGE: BUNG Baumanagement GmbH, Emch+Berger GmbH, LAVIS engineering GmbH

Im Projektabschnitt des Südschnellwegs werden insgesamt mehrere bestehende Ingenieurbauwerke ersetzt, darunter sechs Brückenbauwerke sowie ein Tunnel in offener Bauweise anstelle einer bestehenden Straßenüberführung. Ergänzend sind Trogbauwerke, Behelfsbauwerke für die Bauzeit sowie umfangreiche Lärmschutz‑ und Umbauarbeiten Bestandteil der Maßnahme.

Projektbeschreibung

Der im Süden Hannovers verlaufende Südschnellweg (SSW) ist für den Großraum Hannover von großer verkehrlicher Bedeutung. Die Bundesstraßen B 3, B 6 und B 65 verlaufen gebündelt über den SSW vom Landwehrkreisel im Westen bis zum Seelhorster Kreuz im Osten. Als Ost-West-Tangente zwischen der A 2 und der A 7 ist er ein wesentlicher Bestandteil des überregionalen Bundesfernstraßennetzes.

Bei dem ca. 3,8 km langen Streckenabschnitt (vom Landwehrkreisel im Westen bis zur Eisenbahnüberführung der DB im Osten) handelt es sich um eine 4-streifige Bundesstraße. Insgesamt wird der Ausbauquerschnitt den heutigen verkehrlichen Anforderungen nicht mehr gerecht. Aus diesen Gründen ist eine Anpassung des Querschnitts des Südschnellwegs auf einen RQ25 vorgesehen.

Der Südschnellweg ist in der Verkehrswegekategorie AS II eingestuft und ist daher der Entwurfsklasse (EKL) drei zuzuordnen. Eine weitgehende Optimierung der Linienführung gemäß RAA wurde angestrebt, aufgrund der vorhandenen Zwangspunkte (u.a. denkmalgeschützte Wohnbebauung) jedoch in Einzelfällen nicht einhaltbar. Der Südschnellweg führt im Planungsbereich durch sensible Bereiche wie die als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesene Auenlandschaft der Leine und bedeutende Erholungsgebiete. Der SSW quert ein rechtlich festgesetztes Überflutungsgebiet der Leine (HQ-100-Gebiet). Abschnittsweise verläuft der SSW durch hoch verdichtete Wohn- und Gewerbegebiete. Hieraus erwächst im Projekt die Aufgabe, sämtliches Vorgehen im Kontext der Belange der Betroffenen und Beteiligten mit Öffentlichkeitsarbeit zu begleiten.

Im derzeitigen Bestand der Strecke befinden sich insgesamt neun Ingenieurbauwerke, die aufgrund ihrer Lebensdauer und Tragfähigkeit ersetzt werden müssen. Vorgesehen ist der (Ersatz-)Neubau von sechs Brückenbauwerken sowie der Neubau eines Tunnels in offener Bauweise. Infolge des Bauwerkszustands und von Tragfähigkeitsdefiziten der Brücke über die Hildesheimer Straße (zukünftiger Ersatz durch Tunnel) ist die Errichtung eines bauzeitlichen Behelfsbauwerks in Parallellage zum vorhandenen Brückenbauwerk notwendig.

Der Streckenabschnitt endet im Osten an der Eisenbahnüberführung der DB. Zur Unterquerung dieser Bahnbrücken dient dem Südschnellweg ein Trogbauwerk. Die hierfür erforderlichen Umbaumaßnahmen unterteilen sich in zwei Abschnitte, den teilweisen Umbau zur Verbreiterung sowie einer Lärmschutzsanierung.

Beteiligte Gesellschaften der BUNG Unternehmensgruppe

Erbrachte Leistungen

Beratung

  • Gutachten
  • Sicherheits- und Betriebskonzepte

Planung

  • Objektplanung Ingenieurbauwerke Lph 1-4, 6-8
  • Objektplanung Verkehrsanlagen Lph 1-8
  • Tragwerksplanung Lph 2-4, 6
  • Erstellen von Bestandsplänen
  • Prozesssimulation / Bauablaufplanung
  • Verkehrskonzepte während der Bauzeit

Überwachung

  • Bauoberleitung
  • Örtliche Bauüberwachung

Steuerung & Bauherrenvertretung

  • Projektleitung / Projektsteuerung
  • Aufsetzen und Betreiben von unterschiedlichen CDE-Lösungen
  • BIM-Manager