Forschungsprojekt AUDIT: Automated Driving in Road Tunnels

Testfahrzeug AUDIT

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Im Forschungsprojekt AUDIT untersuchte die BUNG Ingenieure AG gemeinsam mit internationalen Partnern, welche Voraussetzungen automatisiertes Fahren in Straßentunneln erfordert und welche Rolle die Infrastruktur dabei spielt.

Automatisiertes Fahren entwickelt sich stetig weiter. Straßentunnel stellen dabei jedoch weiterhin eine besondere Herausforderung dar: Sobald GPS-Signale wegfallen, werden Fahrzeuglokalisierung und Kommunikation deutlich komplexer.

Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich das internationale Forschungsprojekt AUDIT (Automated Driving in Road Tunnels).

Ziel ist es, die infrastrukturseitigen und fahrzeugseitigen Voraussetzungen für das automatisierte Fahren in Straßentunneln zu untersuchen und den Einfluss automatisierten und vernetzten Fahrens auf die Tunnelsicherheit zu bewerten.

Damit automatisiertes Fahren künftig zuverlässig funktionieren kann, müssen nicht nur Fahrzeuge intelligent sein. Auch die Infrastruktur spielt eine entscheidende Rolle. Sie kann dazu beitragen, Fahrzeuge bei der Positionierung zu unterstützen und die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Umgebung zu ermöglichen.

Gemeinsam mit dem AIT Austrian Institute of Technology, ILF Consulting Engineers Austria und der Stadt Stuttgart als assoziiertem Partner untersuchte die BUNG Ingenieure AG, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit automatisiertes Fahren künftig auch in Straßentunneln sicher möglich ist.

Ein besonderer Fokus lag dabei auf realen Testfahrten in Deutschland und Österreich. Die entwickelten Ansätze wurden nicht nur theoretisch betrachtet, sondern unter realen Bedingungen in verschiedenen Straßentunneln getestet.

Unter Einsatz der SLAM- (Simultaneous Localization and Mapping) Methode wurde die Kartierung der Tunnelstruktur und die Lokalisierung des Testfahrzeugs innerhalb dieser Karte mittels LiDAR und IMU (Inertial Measurement Unit) überprüft. Dabei zeigte sich, dass insbesondere in langen Tunneln mit wenig Krümmung Abweichungen bei der Positionierung auftreten. Auch ein hohes Verkehrsaufkommen wirkt sich negativ auf die Genauigkeit der Ergebnisse aus.

Das Projekt wurde durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gefördert und von dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr sowie dem Bundesamt für Strassen ASTRA unterstützt.

Wir freuen uns, mit AUDIT Teil eines internationalen Forschungsprojekts gewesen zu sein und gemeinsam mit unseren Projektpartnern zur Weiterentwicklung automatisierten Fahrens in Straßentunneln beizutragen.